Eine Generation von Rückenkranken?

Als ich noch in Deutschland war, dachte ich, was bei uns als “Baby-Allgemeinwissen” gilt, sei auch international gültig. Von Stillen über Beikost bis Kinderwagen. Aber… nö.

Klar, New York ist sicherlich nicht repräsentativ für die gesamte USA, aber den klassischen europäischen Kinderwagen mit Babywanne findet man nur sehr selten. Auf der Straße sind zu 90% Buggys oder Gestelle mit Autositz-Adapter unterwegs. Gerader Rücken? Ein Witz, selbst die kleinsten Würmchen werden dauerhaft in nur halbliegender Position gefahren. Die Krönung war bisher ein maximal 3 Monate altes Baby, das vorwärts sitzend in einem hoch gestellten Buggy fuhr. Mitten in der Stadt. Aua, Rücken. Hallo, Reizüberflutung. Letztere scheint aber eh ein Fremdwort für Amerikaner zu sein. Denn natürlich wird jedes Kind möglichst bald vorwärts gefahren, das muss doch was sehen! Und BabyBjörn ist hier ebenfalls die Trage der Wahl. Hüfte? Anhock-Spreizhaltung? Noch nie gehört. Und getragen wird dadrin natrülich vorwärts. Denn, nur so kann das Kind was sehen! Damit ihm bloß nicht langweilig wird ob des Anblicks von Mama und Papa.

Gut, dass ich ein ordentlich schlechtes Gewissen hatte, unser motorisch überdurchschnittlich entwickeltes kleines Ritterlein im September in den komplett flachgestellten Sportaufsatz zu legen und ohne Wanne umzuziehen. Und frage mich kopfschüttelnd, ob die New Yorker zu entspannt und “naiv” an die Frage des Babytransports herangehen oder ob die deutschen Mütter sich zu sehr den Kopf zerbrechen.

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